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Schamanische Wege - Botschaften - Kunst - Begleitung

mARLANS sTORY

Die gesamte Geschichte HIER auf Seite 2

 

AUSZUG AUS DER  FORTSETZUNG 1

 

 

!Aus einem der hinteren Häuschen, von wo auch die Rauchfahne hervorquoll, erscholl ein lautes „Hoho“, welches die Hunde zur Ruhe rief. Ein kräftiger Mann tauchte aus der offenen Tür ins Licht und blinzelte sie mit einem breiten Lächeln an.

 

Begrüßungsworte auf Spanisch wurden getauscht, und Gonzo lud die Gäste mit wedelnden Händen und vielen Worten ein, sich an das Feuer zu setzen. Er füllte einen schwarzen Kessel mit Wasser und hängte diesen über das Feuer.

 

Erst jetzt bemerkte Marlan ihre ungeheure Erschöpfung.

 

Die Wärme, die Stimmen, von denen sie nicht alles verstand,- all das hüllte sie in einen Halbschlaf, sie lag schon fast auf dem Schaffell, welches ihr zu Füßen des Holzklotzes ausgebreitet war, der als Sitzplatz diente.

 

Die Einrichtung war sehr einfach. Und hier, so sah man sofort, begannen all diese kleinen und großen Holzwesen ihr Leben in den Händen eines Meisters.

 

Werkzeuge hingen an der Wand aufgereiht. Es war einfach, diesem Menschen Vertrauen zu schenken. Seine Art der Wahrnehmung ließ sich aus seinen Arbeiten ablesen. Auch wenn diese nicht nur freundlich, sondern auch wild und grimmig schauen konnten, so war die Liebe zur Natur klar das Zeichen, auf einen Wissenden und Erfahrenen getroffen zu sein.

 

Gonzolino“, sprach Pinto mit bewegter Stimme, als er seinen Tonbecher mit Tee in den Händen hielt, aus dem der Dampf aufstieg. „ So viele Wochen waren wir auf dem Wege, ohne ein Ziel zu kennen! Es ist solch eine Freude, ein Heim zu betreten, welches von einem Herzensbruder geschaffen ist.“

 

Und weitere gewichtige Worte sprudelten aus Pintos Mund heraus, dem das Sprechen sicherlich gefehlt hatte. Als nun Gonzolino mit glänzenden Augen ebenfalls betonte, wie lange er keinen Besuch mehr erhalten hatte und keine Neuigkeiten aus der Welt, dazu auch noch nach einer rundlichen Flasche mit einem offenbar starken Kräuterwein griff, schlief Marlan bereits.

 

 

 

Und sie träumte.

 

Gewiss hatten die zuvor im Flammenschein erhellten Gesichter und Figuren aus Holz bereits lebendig auf sie gewirkt. Doch nun bekamen sie Stimmen, und Marlan fand sich in eine gigantischen Höhle versetzt, welche wohl den geheimen Mittelpunkt des Gebirges ausmachte, und zu der nur von bestimmten bewachten Torplätzen aus überhaupt einen Zugang möglich war – im Geiste. Sie sah alles als wie von oben schwebend, überblickte einen Kreis aus großen Steinen, an dem sich eine alte Frau mit dem Auslegen von Lavendel befasste. Diese trug ein schlichtes schwarzes Kleid mit kleinen Knöpfen vorn, das Haar zusammengebunden, sie war barfuss und sang leise mit geschlossenen Augen vor sich hin. Ganz offenbar war dies eine Vorbereitung für etwas Kommendes.

 

Und ohne dass sie ihre Stimmen erheben mussten, hatte Marlan bereits begriffen, dass das Treffen der Ältesten, zu dem sie glaubte noch weit reisen zu müssen, sich auf diese Art vollziehen würde, indem sie alle einen passenden Zugang aufsuchten, der sich in ihrer Gegend befand.

 

Dermassen erleichtert über diese Erkenntnis, schlief Marlan dann tatsächlich tief und traumlos über viele Stunden weiter, während sich der Tag zu seinem Ende neigte, die Tiere auf dem Hof versorgt wurden und die Männer sich dann ebenfalls schlafen legten.!

Rechte co Kayute Kühn

 

 

 

Fortsetzung 2

 

 

 

Als Marlan im ersten Morgenlicht erwachte, Pinto dicht neben sich spürend unter einer warmen Decke, wusste sie zunächst gar nicht, wo sich sich befinde. Dann hörte sie die Geräusche von Tieren in der Nähe, ein Hahnenschrei kam herübergeweht, und sie genoss das Gefühl von Angekommensein mit jedem Atemzug.

 

 

 

Dennoch war ihr klar, dass sie noch erschaffen wollten, wo sie wirklich ankommen könnten. Eine Welt, in der zu leben wieder möglich war. Es ging ja gar nicht um sie selbst, es ging ihr um so viel mehr, all diese wunderbaren Kinder und jungen Menschen, die ein lebenswertes Leben verdient hatten. Marlan erhob sich leise und trat aus der Tür des Raumes, wo sich zu ihrer linken Seite eine einfache Holzbank befand sowie ein Tisch.

 

Hier hatte die freundliche Seele von Gonzo ein Frühstücksstilleben aufgebaut, wie Marlan es schon lange nicht mehr gesehen hatte. Schafkäse und Tomaten, frische Eier

 

.an diesem Hof gab es offenbar alles, und sie fragte sich, wie er wohl allein die ganze Arbeit schaffen konnte. Sie freute sich, griff herzhaft zu. Nach einer Weile gesellte sich auch Pinto zu ihr, der zunächst zum Brunnen in der Mitte des Hofes schlurfte, um sich an einem Eimer mit Wasser den Schlaf aus den Augen zu spülen. Auch er wirkte noch müde. Gonzo und seine Hunde waren nicht zu sehen.

 

 

 

Dies ist eine Oase, ein Ort, der fast wie geheim wirkt, obwohl er von überall zu sehen ist!“ sagte Marlan. „ So ist es. Nicht jeder sieht, so wie wir es gesehen haben. Und leere Dörfer, alte unbewohnte Häuser gibt es einige in diesen Bergen, wo das Leben hart ist. Es interessiert sich niemand dafür, wenn man nicht mit einem Auto dorthin fahren kann.“ Marlan musste lachen, so weit entfernt schien ihr die Zeit, als das Autofahren als normal erschienen war. Jetzt schon war das eine unwirkliche Vergangenheit! „ Unser Bewusstsein hat wirklich eine erstaunliche Fähigkeit, sich anzupassen. Eigentlich erschaffen wir die Realität in jedem Augenblick neu, mit der wir das uns Umgebende benennen, Und zwar dadurch, dass der Körper die Erfahrung macht. „ „So viel Theorie zu einem guten Frühstück!“ brummte Pinto lächelnd, und umarmte sie einfach mal so, damit zwei Körper eine Erfahrung machten.

 

Dann erkundeten sie die Gebäude und die Gärten wie zwei neugierige Kinder. Man konnte einen Stall ausmachen, der sowohl für Schafe, Ziegen als auch Hühner und Esel dienen mochte. Ihren Freund, den Esel entdeckten sie mit seiner neuen Freundin auf einer Wiese weiter entfernt, und er hatte sie offensichtlich völlig vergessen.

 

In einem Wäldchen in der Nähe des Hauses , wo auch immer wieder Felsen emporragten, wilde Stellen mit kleinen steinumrandeten Beeten abwechselten, da erkannte Marlan ein altes Heiligtum. Auf drei großen Steinen war eine riesige Steinplatte aufgelegt worden, so massiv, dass diese Artefakte sich über lange Zeiträume nicht verloren. So waren vor Tausenden von Jahren die Toten bestattet worden, in Felsengräbern, und man hatte diese Plätze zum Dialog mit den Ahnen und den alten Göttern aufgesucht, Opfer gebracht und ihnen viel Bedeutung gegeben.

 

Und soweit Marlan wusste, warten die Platze dafür sorgfältig ausgesucht worden. Das Wissen um die Energielinien in der Erde war wohl ebenso alt wie weltweit verbreitet worden. „ Nun verstehe ich noch besser, warum dieser Ort wie ein Tor ins Innere der Erde wirkt,“ sie wandte sich um „ ich habe gestern abend einen Traum gehabt, Pinto!“ „ Von hier aus können wir die anderen erreichen, die sich an ähnlichen Orten aufhalten, es wird ein Treffen besonderer Art!“

 

Dann sind solche Orte also miteinander verbunden?“ fragte er nach, während er trockene Zweige aufsammelte, mit denen sie später Feuer machen würden.

 

So ist es. Aber nicht jeder kann an einem solchen Platz leben. Dafür sind Menschen wie Gonzalino eine Art von Wächter, die diese Energien lebendig erhalten. Ich muss ihn nach der alten Frau fragen, die ich in meinem Traum gesehen habe. Natürlich, sie kann auch die Verkörperung einer Energie gewesen sein, eines Naturwesens, wie sie das Bewusstsein erschafft...“ Marlan versank in Gedanken.

 

Nun gut, auch unsere Körper selbst sind solche Verkörperungen, die unser Bewusstsein schafft! Ach, jetzt wird es wieder zu theoretisch, nicht wahr? Denken wir einfach, dass es eine Bewusstseinswelt gibt, in der alles erschaffen werden kann. Oder viele Welten.“

 

Pinto hatte sich bereits weiterbewegt, so dass Marlan ihm hinterher eilte.

 

 

 

Er sah einfach immer, wo es etwas zu tun gab, und sie wandten sich den praktischen Dingen zu, wie die Tröge mit Wasser zu füllen und anderes, was offensichtlich jemand tun musste.

 

Gegen Abend erst hörten sie die Hunde, und Gonzo erschien, verschwitzt und strahlend von einem Jagdausflug zurück. Das Verrückte daran war, dass er mit einem Bogen zwei Hasen erlegt hatte. Auch das kam Marlan vor wie Tausende von Jahren alt, aber es war ganz natürlich, dass er sein eigenes Werkzeug machte und verwendete. Er brauchte nichts anderes.

 

Das Vorbereiten der Hasen war noch mal eine anstrengende Arbeit, bei der sie alle mithalfen. Doch dann irgendwann war das Feuer an, es war längst dunkel geworden und währenddessen war schon wieder viel erzählt worden.

 

Gonzo sagte: „Das Pirschen ist auch wichtig für mich, weil ich so alles genau kennenlerne. Ich will wissen, wer um mich herum lebt, und wie. Ich bin allein und doch nie allein....“

 

Dies nahm Marlan zum Anlass und sie fragte: „Gonzo, kennst Du eine alte Frau in einem schwarzen Kleid, sie hatte ihr graues Haar zu einem Knoten gewunden...“

 

Gonzo blickte erstaunt auf: „ Nun ja, das ist die übliche Bekleidung in dieser Gegend gewesen. Die Grossmütter, so nannten wir sie, als Kinder, wenn sie auf ihren Bänken vor den Häusern saßen, als diese noch bewohnt waren.“

 

Nun war es an Marlan, von ihrem Traum zu erzählen und sich als eine Sehende zu erkennen zu geben. Gonzos Gesicht wirkte weich und bewegt, als sie geendet hatte, und nun sprach er: “ Diese Höhle, und andere Älteste habe ich selbst ebenfalls schon in Träumen gesehen! Es kommt von diesem Ort her, da gibt es alte Legenden über die großen Steingräber. Nur haben diese bisher nie zu mir gesprochen. Ich sehe es als meinen Platz an. Doch euer Kommen ist kein Zufall. Das wusste ich. Es dauert nicht lange, dann kommt der Tag der Sonnenwende, und wir werden eine kleine Feier ausrichten! Wir werden sehen, ob noch andere Freunde uns bis dahin erreichen!“

 

 

 

 

 

 

 

DER große Tag ist gekommen.

 

Marlan hatte sich immer wieder in Meditationen geübt, damit sie die erforderliche Tiefe und Dauer einer Trance gut erreichen konnte. Es hatte sich niemand eingefunden, und Gonzo war ein wenig in Sorge begriffen. Doch angesichts der unklaren Lage vieler Orte, die zuvor einfach erreichbar gewesen waren, bedeutete es nicht unbedingt, dass seinen Freunden etwas passiert war.

 

Es ist, wie es sein soll“, Pinto hatte wie immer die beste Einstellung zu jeder Lebensslage. Der Abend des Sonnenwendetages war lang, es ist der längste Tag des Jahres. Alle drei Menschen saßen zusammen draußen an einem Feuerplatz, hatten gut gegessen und Lieder gesungen. Marlan räuchert mit Zweigen von Lavendel und Rosmarin, welche aromatischen Duft verbreiten. Sie summt die immer gleiche Melodie, ein altes Lied mit einem einfachen Gebet zu den Elementen, die uns allen das Leben geben.

 

Ruhe senkt sich herab. Die Sonne sinkt langsam und das Licht wirkt golden.

 

Nun schliesst Marlan die Augen, wiegt sich ein wenig im Sitzen, und begibt sich mit der Aufmerksamkeit nach innen,

 

 

 

In ihrer Vorstellung läuft sie in Richtung der großen Steine, dort findet sie einen Eingang, der sie ins Innere der Erde führt. Und da sie ein Bild in sich trägt, zu welchem Ort sie geführt werden möchte, nehmen die Wächter der Steine sie an die Hand und vorsichtig schreiten sie einher, bis nach einem Zeitraum, der nicht bemessen werden kann, die große Höhle aus ihrem Traum vor Marlan auftaucht. Und es ist nun klar, warum diese Höhle so überaus groß ist! Hier haben sich mit ihr eine ganze Menge anderer Menschen versammelt! Nicht alle sind alt. Da wir davon ausgehen, dass sich ihre Traumkörper hier befinden, kann man auch davon ausgehen, dass jeder sich die Gestalt gibt, die er möchte. Wenn er oder sie das kann.

 

Doch gewiss sind hier nicht wenige in der Gestaltwandlung geübt. Vor allem haben sich viele wirklich festlich eingekleidet. Aus einem der Eingänge tritt eine Delegation würdevoller afrikanischer Frauen in farbigen Gewändern hervor. Jedem wird von einer Schar hilfreicher Einweiser eine Öllampe in die Hand gedrückt, und diese hunderte kleiner Lichter bewirken, dass der ganze Raum in ein diffuses bewegliches Lichtermeer getaucht ist, so als befinde man sich am Meeresgrunde in einer Strömung. Und ebenso ergeht es uns mit den Geräuschen. „Auf und ab von Wellen, Tönen, und gemeinsame Gesänge branden hier und dort auf, erheben sich über die anderen Stimmen, die um dich umher summen.“ Dies ist nun Marlan, wie sie das Erlebte ihren Lieben, die am Feuer neben ihr sitzen, erzählt, so als seien sie direkt mit ihr dort.

 

 

 

Ich gehe auf eine kleine Gruppe zu, die im Kreis nahe bei mir sitzt. Und alle sind freundlich, schauen auf und machen Platz, damit ich mich dazu setzen kann. Es sind etwa 10 Leute hier, Männer und Frauen, ihre Augen scheinen vor Aufregung ebenso zu leuchten wie meine wohl auch! Nie zuvor konnten wir uns alle auf einmal begegnen! Und doch hier sind wir nun, all die Alten Seelen, die einst zusammen kamen, um hier in dieser Zeit mit der Erde zu gehen.Mit der Zeit zu gehen. Also, wie soll man es nur erklären, was geschieht. Wir haben ja auch nicht die Worte dafür. Denn hier sind wir ja wieder im zeitlosen Raum.“

 

 

 

Neben Marlan sitzt ein dunkehäutiger Mann in Anzug und Krawatte, daneben erkennt sie einen Angehörigen eines Hirtenstammes in einem Fellmantel mit wilden Locken. Und auch die Zeitalter scheinen sich vermischt zu haben. Jemand zaubert ein Kissen hervor und reicht es ihr nickend. Marlan lächelt erfreut, denn der Boden ist kalt und steinig. Eine Gruppe weiter entfernt beginnt nun rhythmisch mit Stöcken auf den Boden zu klopfen, und langsam stimmen sich die Gespräche und Töne in eine Art Summen ein, an dem alle teilnehmen. Ein unwirklicher Zustand stellt sich ein, dabei ist doch schon alles unwirklich. Die Gedanken hören auf, sich zu drehen und Frieden und Wärme breiten sich aus. Dies ist Gemeinschaft. Sie ist nicht mehr in der Lage, ihren Gefährten dort oben, wo ihr Körper am Feuer liegt, zu berichten, sondern sinkt ganz in diese andere Wirklichkeitsschicht ein.

 

Es ist das Treffen, zu dem ihr inneres Wissen sie seit Beginn der ganzen Reise hingeführt hat. Und nun ist es an einem Ort, den sie ohnehin nur von Innen erreichen konnte!

 

Durch welchen Vorgang auch immer, ein bläuliches Licht breitet sich aus und scheint von den Höhlenwänden. Vielleicht ist es das Summen, oder auch die Visualisierung von einigen. Denn in dieser Wirklichkeit erscheinen die Erscheinungen durch gezielte Vorstellung.

 

Und ebenso ist kein Sprechen im äusseren Raum vorhanden, sondern es erscheinen Worte im Inneren, wenn auch nicht in Gedanken wie sie es gewohnt ist, sondern sie hört deutlich eine weibliche sanfte Stimme. Diese Stimme spricht in englisch.

 

 

 

Liebe Freunde, Mitreisende dieses Planeten, Familie der Erde!

 

Es ist der Moment gekommen, in dem wir uns endlich entscheiden können. Es hat Unruhe gegeben auf der Erdenoberfläche, in manchen Weltgegenden habt ihr nichts davon gehört, andere aber sind völlig zerstört und unbewohnbar geworden. Das macht die Zeit dort nicht einfacher. Wir sind eine Familie durch viele Zeitalter hindurch geblieben, und haben immer das Wissen erhalten, durch die Zeit zu reisen, uns zu erinnern und die Werkzeuge des Geistes weiterzugeben, welche in der Zeitlosigkeit selbstverständliches Gut sind.

 

Ein Stamm von uns ist innerhalb der Erde geblieben, wo wir weitläufige Länder bewohnen. Den meisten Menschen oben sollte dies nicht bekannt werden, um unser ungestörtes Leben zu bewahren. Ihr sollt jedoch wissen, dass ihr eure Zeit wählen könnt, Nicht mehr bedeutet Alter oder Ältester zu sein, dass das Leben am Ende ist. Älteste werden immer gebraucht. „

 

 

 

Ganz begreifen kann Marlan das Gesagte noch nicht. Sie kann die Zeitlosigkeit wählen? Dass sie in verschiedene Zeiten reisen konnte, um Inkarnationen anzusehen, oder zu heilen, oder parallele Lebensstränge, wie immer man es nannte, wußte sie schon. Doch das war vorübergehend. Wie ist das nun mit der Zeitlosigkeit. Ist das menschenmöglich?

 

 

 

So als habe sie diese Fragen wahrgenommen, beginnt nach einer kleinen Pause, in der das Summen wieder ins Bewusstsein kommt, die Stimme in ihrem Kopf zu sprechen: „ Ich grüße Euch, mein Name ist Mani. Ihr kennt dieses Wort. Und richtig, es ist kein Menschenname. Ich spreche in Eurer Sprache. Menschen sind so viel mehr, als es Euch auf der Erde bisher gelungen war, zu verstehen und zu erleben.

 

Wenn Ihr wieder mit der Erde selbst und ihren Lebensformen in eine Ebene kommt, so ist möglich, was Menschen allein nicht möglich war.

 

Immer wieder versuchten sie es, mit Kontrolle über unsere Naturreiche, mit technischen und magischen Mitteln, und doch hat dies immer nur zu Zerstörung geführt.

 

Auch die derzeitige Situation auf der Oberfläche wurde durch zuviel Wollen herbeigeführt, ohne die wahre Dimension wahrhaben zu können.

 

Für uns ist es möglich, neu zu erschaffen. Keine Zerstörung kann die Zeitlosigkeit erreichen. Wie viele von Euch wissen, wurden die Zugänge für Euch Menschen blockiert, von Eurer Seite Orte entweiht, die jene Tore zu uns enthalten. Einstmals waren diese für alle Menschen offen. Doch auch von uns aus wurden sie geschützt. Geheimnisse mußten gewahrt bleiben und erst zu späteren Zeiten wiederentdeckt. Das hat Euch oft Kummer bereitet, weil ihr sie verloren glaubtet. So wisset nun, dass wir in der Zeitlosigkeit alles Wissen hüten, um die Ursubstanz und die Wege des Lebens selbst. Ihr Anwesenden habt die Tore gefunden, alte und neue, und seid somit die Hüter aus der Menschen Welt, sofern ihr euch selbst dafür entscheidet. Auch ihr seid dabei geschützt.“

 

 

 

Nach diesen Worten wird das Summen in der Höhle wieder lauter und Marlan öffnet die Augen wieder, um sich umzublicken. Sie bewegt ihre Hände, reibt sich über das Gesicht. Auch ihre Mithüter, wie sie sie jetzt nennt, stehen langsam auf, um sich gegenseitig in die Augen zu schauen, ihre Namen zu sagen, und auch ihre Orte mitzuteilen. Da sie mehrere hundert sein müssen, kann dies nicht wirklich in ihrem Traum-Wachbewusstsein Platz finden. Doch in den kleinen Gruppen beginnt nun das Ältestentreffen erst richtig! Verbindungslinien zwischen den Orten und ihren Hütern werden besprochen. Jeder kommt der Reihe nach dazu, seinen derzeitigen Ort auf der Erde vorzustellen. Es wird auch klar, dass an diesen Orten kleine Gemeinschaften mit Lernenden leben können. Die Form des Lernens allerdings wird eine völlig andere sein als gewohnt. Es geht immer nur darum, die Kommunikation zu den Wesenheiten der Natur als das Wichtigste zu begreifen. Und dies nicht etwa, um ihre Unterdrückung zu erzeugen, wie das immer wieder geschehen war.

 

Auch ihre Namen sind zwar schön zu kennen, doch wurden sie zu oft in Götterfiguren umgewandelt, die Namen selbst erhielten Macht, und diese alte Geschichte hat sich viel zu sehr am Menschen in seiner begrenzten Form orientiert.

 

 

 

Jaaa,“ sagt Marlan langsam, als sie an der Reihe ist zu sprechen. „ Und so kam es wohl, dass auch Namen, Wörter und Bücher zu Toren wurden....In ihnen können Wesenheiten zu Wort kommen. Ich habe ein solches altes Buch gefunden, welches niemand von uns lesen kann.“ Sie hat das goldene Buch, welches sie während ihrer Wanderung mit Melchor in einer Kirche entdeckt hatte, unter ihrem Mantel und hält es nun in die Runde. „ Für wen es Bedeutung haben mag, er kann sich auf die Reise zu uns machen. Wir befinden uns im großen alten Gebirge Süd- Europas und der Ort heißt casa madeira.“

 

Ich möchte auch gern erfahren, ob sich ein Mann unter uns befindet, welcher Löwe genannt wird. Bitte nennt ihm diesen Ort, und die Mitteilung, dass sein Freund Melchor bis vor kurzem mit mir, Marlan von der casa madeira gereist ist. Es geht ihm gut. Danke.Aho.“

 

 

 

Es wird auch besprochen, wie sich diese kleine Gruppe regelmässig wieder begegnen kann, und dazu Tage ausgewählt, welche ebenfalls wie Tore wirken, wo der Zugang in die Zeitlosigkeit leichter ist. Und vor allem der Zeitpunkt an allen Orten der Erde der gleiche. Es klingt ein wenig seltsam, einen Zeitpunkt für die Zeitlosigkeit. Nun sind die Wege für ein Miteinander und eine gemeinsame Entwicklung offen.

 

 

 

Marlan bemerkt, dass ihre Aufmerksamkeit ermüdet ist, und sie sich langsam fortbewegt von der lebhaften Szene, an der sie intensiv teilhatte. Mit reich erfülltem Herzen taucht ihr Bewusstsein wieder in den Körper des Echtlebens ein,

 

 

 

Vieles, so vieles wird noch mitzuteilen sein, mit den Gefährten zu teilen und zu entwickeln. Doch die Grundvoraussetzung des Naturbewusstseins in sich, die haben diese ja schon. Marlan hört die Stimmen Pintos und Gonzos, wie sie leise singen, den Klang der Gitarrensaiten, und ihr wird klar, dass ihrer Gefährten der casa madeira auf ihre Weise dafür gesorgt haben, dass sie den Ort wiederfindet, und sie während dieser Reise durch das Tor geschützt haben.

 

Rechte co Kayute Kühn 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

songs of stones

Ich liebe Steine und Kristalle.

Einige meiner Fotoausstellungen zeigten Steine und Felsen von der Ostsee und aus Cornwall.

Als ich nach La Gomera auf den kanarischen Inseln kam, machte ich mich vertraut mit den vulkanischen Wesen, der roten Erde und dem schwarzen Lavastein. Sie sind mir so nah als sei es gestern gewesen. Dieser Ort ist in meinem Herzen und  gibt mir Kraft.

Kristalle, sie sprechen auf ihre Weise.

Das Aufwecken der Seelenlandschaft

 

Ich wirke im Traum, durch den Traum wird gewirkt und gewoben. Da ist telepathischer Kontakt mit Vielen. Mit der Absicht, Kontakt aufzunehmen beginnt eine detektivische Reise  in Unterwelten, Vergangenheit, parallele Welten und verlorengegangene Seelenanteile können sich zeigen, in eindruckvollen Bildern. Dies muss nicht rational erklärt werden, um verstanden zu werden. 

 

 

Im Traum bin ich offen. Zugleich entwickelt sich mit der Übung der Zustand des Zwischenreiches: luzider Traum, Trance, schamanisches Reisen. Denn für manche Aufgaben muss man mehr Möglichkeiten der Lenkung verwenden und auch Schutz. Machtvolle Werkzeuge.

 

 

 

Kayute Delphine Sonnenspirit 2016

ilfe, Hilfe

In the house of the flower

Dakinis sing and dance.

Trees are softly swinging in the wind

The sound of needled branches is

The flute of our brother In the air

who comes from afar across the ocean.

A crow couple breeding is chasing squirrels.

Sun and rain changing quickly.

This is my home.

Essenz von Tannenblüten

Magischer Kreis

Die Goldenen

San Sebastian, La Gomera

 

Die Nymphen des Brunnens

Spielen mit einer goldenen Kugel

Sie lachen und wachen

Eine rotgoldene Kuppel über ihnen

Mögen sie die Herzen erreichen

Die Härten erweichen

Für die Kräfte aus des Universums Weiten.

 

Die Berggöttin

Sie steht mit den Füssen tief in den Felsen

Sie ist braungolden, rotes Haar, ihr Kleid aus weissen Ginsterblüten

Das Leben, die Geliebte des Teide

Blauweisser weicher Umarmung

Vereinigung von Himmel und Erde

 

Die Goldenen

Sind die Elben

Sie sorgen für die Netze aus

Goldenem und silbernem Licht

Sie tragen die Regenbogenstrahlen

Überall hin.

Sonnenmenschen

Opalophine, Orolian, White Eagle – Sie sind Brunnen der Klarheit, aus denen ich schöpfe, mich zu beleben. Sternenleute und Sonnenmenschen, überdimensional mit uns verwoben. Doch eben so sind die Bäume, die Pflanzen und Tiere mit ihnen und mit uns verwoben. Betrachtet mal die Erde als ein Gewebe aus Lichtfäden, die unzähligen Arten von Leben – jede besonders, und alle mit einem gemeinsamen Herz, um das sie sich versammeln und tanzen. Da ist nichts Schweres, Feststehendes.

Unser Herz ist der Anker, welcher uns hier hält. Wir können es auch in die Weite öffnen. Nichts geht dabei verloren. Die Namen der Pfadfinder helfen als Geländer, an dem wir unser Gleichgewicht halten können, während wir lernen, mit dem Gewebe zu tanzen. Wir lernen, das Leben auf der Erde wahrhaftig zu erleben. Ich nenne die zu gründenden Heilungskreise  being alive circle. Das bedeutet einen Kreis der lebendig ist, sowie einen Kreis aus Lebewesen. Die Auffassung davon, was als lebendig gilt,  wäre zu verändern.

Kayute Delphine Sonnenspirit 2014

Drachen Erwachen

Drachen Erwachen

Eine alte uralte Drachenschildkröte namens Tenerfe erzählt mir die Geschichte. Das Sonnensiegel, es wird geöffnet und eine lange Geschichte entrollt sich vor meinen Augen wie auf einer langen schmalen Schriftrolle. Drachen über Drachen in Smaragdgrün und Gold, Kupfer Perlmutt schimmernde Körper. Sie alle sind die Körper der Erde der Landschaften Höhlen des Wassers. Das Weiß der Wolken, von Milch und Knochen, des Salzes. Ein rotlockiger Riese ist der Vulkan Teide, oh so strömt das Feuer  heraus, oh Vulkane sind nicht böse und schon gar nicht männlicher Natur, und was bitte schön soll ich denn hier. Wozu kleine dumme Menschlein?

Es ist die Auferstehung der Götter, sie sind machtvoll und großartig, das verstehe ich. Sie sind alles, alles ist aus ihnen und auch die vielen Lebewesen sind sie.

Was aber soll ich hier, die Welt kann ohne meine Prophezeiungen  leben so fühle ich mich und völlig unnötig. Doch nun sagt sie die Tenerfe mit den Seepocken am Saum ihres Schildes ( sie sind gleich wie die weißen Hotelbauten am Rande der Insel, nur kleine Mitbewohner) – sagt sie also, dass mein Körper in einigen Oktaven tiefer auch ein weiterer Körper sei...sozusagen.

In einer Höhle warmen Wassers leuchten Adern aus Feueropal und da bin ich in einer weiteren Form, irisierenden Farben, und ich sehe wie ein Dünnschliff von Stein in Farben und Strukturen aus, ja.

Und doch.

Co) Kayute Sonnenspirit 21.12.2013

Hierzu noch ein früherer Text als Anmerkung:

 

Ha-wa-tha    -    White Eagle                                                                                                   Sprecher des türkisfarbenen Strahls

Das Siegel des Herrschers wird geöffnet. Es ist ein Tor für Kraft und Frieden, Liebe und Wahrheit, welche die Säulen von Shambala zur Erde zurückbringen.

Jeder Stein lässt das Alte vergangen sein. Er spricht mit seiner Stimme, sie bringt einen Ton auf die Erde. Er kommt aus der Erde und von weither.

Wir sind seine Verwandten

04.09.2008